Baugrunderkundungen für die Feste Fehmarnsundquerung (FSQ)

Im Zuge des Projektes Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung ist der Ersatzneubau einer Festen Fehmarnsundquerung geplant. Für die Variantenuntersuchung werden im Auftrag der DB Netz AG und des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr SH Baugrunduntersuchungen sowohl im marinen als auch im terrestrischen Bereich entlang möglicher Trassenvarianten durchgeführt. Dazu erfolgen insgesamt 84 Bohrungen. Landseitig werden 71 Bohrungen bis zu einer Tiefe von 20 – 80 m Tiefe durchgeführt, die Bohrungen werden durch Drucksondierungen sowie Bohrsondierungen ergänzt. Wasserseitig werden 13 Wasserbohrungen bis 80 m ab Sohltiefe mittels eines Schwimmpontons realisiert.

Begleitend zu der Durchführung der Baugrunderkundungen führen TGP Landschaftsarchitekten in Kooperation mit BioConsult SH und Leguan GmbH die Umweltbaubegleitung (UBB) durch. Die Aufgabe der UBB ist die genehmigungskonforme Durchführung. Dazu gehört es die Ausführung unter Beachtung der arten- biotop- und bodenschutzrechtlichen Vorgaben sicherzustellen. Dazu werden die beteiligten Akteure beraten und die Durchführung und Überwachung entsprechender Vorgaben und Maßnahmen der UBB sichergestellt.

Die relevanten Maßnahmen der UBB sind die Einrichtung, Kontrolle und Instandhaltung von Vergrämungsmaßnahmen an den Arbeitsräumen der Bohrpunkte sowie deren Zuwegung.

Entlastungsstraße Husum

Im Nordosten der Stadt Husum, wird am Ortsrand mittels der Verbindung zweier wichtiger Stadtein- und Ausfahrten eine Entlastungsstraße gebaut. Ausgehend von der vorhandenen Erschließungsstraße Buschkamp wird die  „Flensburger Chaussee“ mit der „Schleswiger Chaussee“ (Bundesstraße 201) verbunden. Die Anbindung erfolgt hier über einen Kreisverkehr. Die Nutzung der Trasse wird durch die Realisierung eines kombinierten Rad- und Fußweges für alle Verkehrsteilnehmer möglich sein.

Neben der Entlastung der Gemeindestraßen Husums, stellt die Maßnahme eine Teilverlagerung von regionalem Quell- und Zielverkehr aus südlicher Richtung an die Anschlussstelle Bundestraße Nr. 201/Bundesstraße Nr. 5 dar. Die Bundestraße Nr. 5 ist der wichtigste Verkehrsweg des Kreises Nordfriesland, der alle größeren Orte Nordfrieslands anbindet.

Die geplante Entlastungsstraße wurde planungsrechtlich durch ein Planfeststellungsverfahren gesichert. Der dazugehörige Landschaftspflegerische Begleitplan wurde in den Jahren 2013/2014 vom Büro TGP erstellt.

Nach der Erstellung des Landschaftpflegerischen Begleitplanes erfolgt derzeit die Umweltbaubegleitung durch das Büro TGP.

Nordwestumgehung in Pinneberg - Umweltbaubegleitung

2010 wurde der Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Nordwestumgehung Pinneberg gefasst, die bereits im Generalverkehrsplan der Stadt Pinneberg von 1982 vorgesehen wurde.


Ziel der Nordwestumfahrung ist die Entlastung des vorhandenen Straßennetzes. Des Weiteren sollen Teile des Ziel- und Quellverkehrs auf die Stadt verteilt, der Binnenverkehr abgewickelt und geplante Gewerbe- und Wohngebiete angebunden werden.


Im Rahmen eines Landschaftspflegerischen Begleitplanes wurden von TGP Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verminderung von Beeinträchtigung von Naturhaushalt und Landschaftsbild sowie zur Kompensation unvermeidbarer Beeinträchtigungen durch das Straßenbauvorhaben für den zweiten Abschnitt zwischen Mühlenstraße und Elmshorner Straße erstellt. Zudem erfolgten umfangreiche Betrachtungen artenschutzrechtlicher Belange (Artenschutzfachbeitrag) sowie Untersuchungen zur Unverträglichkeit des Vorhabens mit den Erhaltungszielen des FFH-Gebietes DE 2225-303.


Für die mehrjährige Bauzeit sind TGP Landschaftsarchitekten mit der Umweltbaubegleitung beauftragt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz der Pinnau und der Pinnauniederung bei der Querung mit einem Brückenbauwerk und dem Schutz der Amphibien an der gesamten Baustrecke der Straße.

LBP_Glindbruchgraben & UBB

Umverlegung des Glindbruchgrabens an der Deponie Niemark, Lübeck

Der Glindbruchgraben im Süden Lübecks, nördlich der Deponie Niemark, wird zur Vorsorge gegen Verunreinigungen mit Deponiesickerwasser in einem ca. 126 m langen Abschnitt verlegt.

Der Landschaftspflegerische Begleitplan inklusive der Untersuchung von unterschiedlichen Trassenverläufen wurde von TGP Landschaftsarchitekten bereits im Vorfeld der Maßnahme in enger Abstimmung mit den zuständigen Umweltbehörden und den Entsorgungsbetrieben Lübeck erstellt.

Während der Baumaßnahme wurde von TGP die Umweltbaubegleitung durchgeführt. Ziel dabei war eine möglichst umweltverträgliche Baudurchführung der geplanten Grabenverrohrung im Grünland um den Graben sowie in einem Abschnitt mit Laubwald. Schwerpunkte waren Arten- und Baumschutz sowie das Bodenmanagement. Die Grabenumverlegung erfolgte im Zeitraum November 2014 bis Mitte März 2015, um die Störungen für die Fauna so gering wie möglich zu halten.